Konzert der Schule für Musik und Kunst (Die Glocke, 12-06-01)
Gütersloh. Um AUge und Ohr gleichermaßen zu erfreuen veranstaltete die Schule für Musik und Kunst im Forum der Anne-Frank-Schule "Eine emotionale Reise durch das Jahr". Die Jahreszeiten mit ihrem reizvollen Wechselspiel der Natur fanden ihren Niederschlag in den ansprechenden Dekorationen der Kunstkurse, in anmutigen Tanzperformances und natürlich in viel Musik.
Eine Augenweide wurde den Besuchern mit der Choreografie Monika Rendes "Der Frühling" nach Musik von Harald Weise beschert. Ganz in Grün waren die ersten Keimlinge gehüllt, ehe sich die Tänzerinnen reckten und streckten und sich zu Knospen auswuchsen. Dann kam der blütenreiche Sommer, mit aller Macht und in grazilen Bewegungen nach Musik von Michael Nyman. Ocker und dunkles Gelb waren äußeres Zeichen der Herbststimmung. Die von Wehmutund Melancholie zeugende Körpersprache der jungen Akteure kündete schließlich noch das sich neigende Jahr an, das in einer an Eiskristalle mahnenden Winterelegie den tänzerischen Schlusspunkt setzte. Enthusiastischer Applaus war der Lohn für die Tänzerinnen.
Musikalische passende Beiträge folgten den jeweiligen Tanzsequenzen. Da wurde "Es grünt so grün" aus dem Muaical "My Fair Lady", von Sandra Worms in der englischen Fassung gesungen, am Klavier begleitet von Erika Brause.
Eine Romanze von Carl Baermann stellten Felix Sonnborn (Klarinette) und Lena Best-Diekhans (Klavier) mit spieltechnisch sicherem Vortrag vor. Es folgte ein Prälusium in Des-Dur von Reinhold Glier, das Charlotte Renda (11) auswendig und sicher spielte.
Den Sommer untermalten musikalisch zwei Saxofonsoli. Das immer wieder mitreißende "Take Five" brachte Benedikt Hensdiek (16) mit dem richtigen Jazzfeeling zu Gehör, mit Errol Garners "Misty" begeisterte Tilmann Richter (12) die Zuhörer. Spontanen Applaus erntete Vera Plümer (10) mit ihrem temperamentvollen Blockflöten.Vortrag der Variationen von Jan Olejnik.
Einige von zig Beispielen aus dem breiten Spektrum solistischer Vorträge, die, sieht man von kaum nennenswerten kleinen Schwächen ab, den Besuchern einen repräsentativen Einblick in den Leistungsstand der Schüler un Schülerinnen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren lieferten.
Zudem machten sie deutlich, dass trotz der an anderen Reizen nicht armen "Spaßgesellschaft" nach wie vor viele junge Menschen bereit sind, ihre freie Zeit für schöngeistige Dinge, die Disziplin verlangen, einzusetzen. Auch das verdient Beifall.